Von Säuren und Schlacken

Vor allem zu Beginn eines neuen Jahres suchen viele Menschen nach ihrem persönlichen Schlüssel zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden: Entgiften, entschlacken, entsäuern,... das sind wohl die Zauberworte in Richtung Abspeck-Erfolg und einem gesunden Jahr 2018! 

Doch was steckt hinter diesen Begriffen und was bedeutet Ihre Ernährung für Ihren Alltag und für Ihre Gesundheit? 

"Schlacken" sind Rückstände, die im Stoffwechsel entstehen und nicht richtig ausgeschieden werden können. 

In der ersten Lebenshälfte wird unser Organismus noch besser mit den Säureüberschüssen fertig. Doch nach vielen Jahren harter neutralisierender Arbeit, wenn die Leistungsfähigkeit der Niere als Säure-Ausscheider sinkt, beginnen die ersten Symptome und Beschwerden, die im weiteren Lebensverlauf zu ernsthaften Veränderungen und Beeinträchtigungen führen können.

Für die übermäßige Säurezufuhr und Säurebildung sind wir durch unsere Ernährung selbst verantwortlich und nun ist es an der Zeit die Entschlackung bzw. die Entsäuerung anzugehen! 

Übersäuerung durch ungesunde Lebensweise:

  • Tierische Eiweisse (Fleisch, Wurst, Fisch, Eier)
  • Milch und die meisten Milchprodukte
  • Teig- und Backwaren, Süß-Speißen
  • Cola, Säfte und andere Softdrinks
  • Kaffee
  • Alkohol
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Nikotin
  • Konservierungsstoffe, Glutamat, Süßstoffe
  • übertriebener Sport
  • Stress, Angst, Sorgen, Ärger

Ab sofort besser :

  • Ziel: die Nahrung so natürlich wie möglich lassen

  • Salate, Gemüse, reifes Obst, Kräuter, Sprossen
  • Produkte aus der Region und/oder vom Bioladen

  • Sparsamer Umgang mit Zucker u. Zusatzstoffen

  • Bei Heißhunger auf Süßes zu Trockenfrüchten greifen

  • Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe vermeiden

  • Ausreichend Wasser trinken

Laut Peter Jentschura, einem Experten auf dem Gebiet des Säure-Basen-Haushalts, sind es vor allem die Säuren aus dem Abbau von übermäßig zugeführten Kohlenhydraten, aus körperlicher Anstrengung, aus Schwefelsäure aus Schweinefleisch, sowie Salpetersäure aus gepökeltem Fleisch, aus Kohlensäure aus Mineralwasser, aber letztlich vor allem auch aus Bewegungsmangel, die unserem Körper und Organismus zu schaffen machen!

Wohin mit der überschüssigen Säure?

Unser Körper versucht die überschüssige Säure mit Hilfe des körpereigenen Basenspeichers abzupuffern und auf diese Weise zu neutralisieren. Unsere Nieren sind das einzige Organsystem, das Säure aktiv ausscheiden kann. 

Fallen jedoch beim täglichen Stoffwechsel so viele Säuren und Schlacken an, dass unser Körper sie nicht verarbeiten kann, müssen die Schlacken irgendwo abgelagert und geparkt werden: 

Sie lagern sich dann fatalerweise im Bindegewebe, in Gelenken, in den Nieren, oder auch in den Blutgefäßen ab und bilden  letztlich den Grundstein für Gelenkserkrankungen, Steinbildungen in Nieren, Galle oder Blase, und Bluthochdruck.

 

Neutralisieren kann unser Körper durch basische Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium. Jedes dieser Mineralien ist für unseren Körper lebenswichtig; fehlen sie im Blut müssen Mineralstoffdepots aus dem Körper verwendet werden und unsere Haare, Zähne und Knochen werden bis hin zu frühzeitigem Haarausfall, Karies und Osteoporose überbeansprucht. Eine zusätzliche Folge kann das Verklumpen von roten Blutkörperchen sein, welche dazu führt, dass das Blut weniger Sauerstoff aufnehmen und transportieren kann.

Diese Milieu Veränderungen sind gefährlich und Grund genug zu versuchen die Rückstände von Säuren im Körper (Schlacken) durch eine Entsäuerungs-Kur zu lösen.

Ist mein Körper übersäuert?

Es ist zwar schwierig typische Symptome einer chronisch unterschwelligen Übersäuerung zu benennen, da jeder seine eigene Schwachstelle und Ausprägung über die Jahre mit sich bringt, doch gibt es allgemeine Hinweise auf eine Säure-Basen-Dysbalance:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • verminderte Stressresistenz
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Infektanfälligkeit
  • Haar- und Nagelveränderungen

"Der Haarwuchs zeigt den "Kontostand" des noch vorhandenen körperchemischen Neutralisierungspotentials für Säuren an."

                                                   Peter Jentschura

Jetzt ist es wichtig und sinnvoll zukünftig eine Ernährungsform zu wählen, die die Säureflut in unseren Körper stoppt und sich hierzu auf eine vorwiegend basische Ernährung umzustellen. Nach Expertenmeinungen nach Möglichkeit in einem Verhältnis zwischen basischen und säurebildenden Lebensmitteln von 80 : 20 .

 

Überprüfen Sie sich doch im folgenden einmal selbst:

Wo finden Sie sich in Ihrem Ernährungs-Alltag wieder?

Basisch Neutral Sauer

 Kartoffeln

kaltgepresstes Öl Fleisch, Wurst

rohes Obst

Butter

Fisch, Eier

Trockenfrüchte

Milch 

Käse, Quark

Gemüse

Buttermilch

Innereien

Gemüsesäfte 

Kräutertees

Getreide, Weizenprodukte

Salate

Stilles Mineralwasser

Brot, Teigwaren

   

Kaffe

Schokolade

Kohlensäurehaltige Getränke

Alkohol

Nikotin

Weitere Informationen und Quellen

https://www.p-jentschura.com/de/themenwelten/basische-ernaehrung/

 

http://www.saeure-basen-ratgeber.de/grundlagen/saeure-basen-haushalt-einfach-erklaert/

 

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/uebersaeuerung.html

 

Literatur zum Nach-und Weiterlesen:

  • Maria Lohmann: Der Basen-Doktor: Basische Ernährung: gezielte Hilfe bei den häufigsten Beschwerden.
    Thieme Verlag, 2013
  • Bettina Lindner: Ganzheitlich entgiften und entschlacken: Die 8 Kräuterkur für ein gesundes Leben.
    Vianova Verlag, 2012
  • Hermann Straubinger : Übersäuerung: Die besten Tipps für ein harmonisches Säure-Basen-Gleichgewicht Ihres Körpers. Mankau Verlag, 2013